RESIDENCY ARTISTS im Sommer 2026
- 11. Juni
- 2 Min. Lesezeit
In diesem Sommer erkunden unsere Guest Artists den Körper jenseits seiner physischen Form und stellen ihn als einen Raum der Erinnerung und der Identität in einer Welt dar, die sich ständig im Wandel befindet.
Unsere Künstler:innen:
DIVYA RAVI & TEAM

"Abandhana"
8.- 14.6.
„Abandhana“ (Pāli – „Unfesselt“) ist ein Tanztheaterstück, das in die herzzerreißenden feministischen Stimmen des „Therigāthā“ (Lieder älterer buddhistischer Nonnen) eintaucht, der frühesten Sammlung von Frauentexten des indischen Subkontinents, die im 6. Jahrhundert v. Chr. verfasst wurde. Es ist eine künstlerische Erinnerung an das Potenzial jeder Frau, Selbstbestimmung und Freiheit anzustreben, inspiriert von der Zielstrebigkeit der Theri-s, die Fesseln zu überwinden, die sie zurückhielten.
YUSUKE MIYA & TEAM

"Onomatopoeia WAVES Project"
6. - 24.7.
Onomatopoesie bezeichnet Wörter, die Geräusche, Stimmen, Zustände und Bewegungen in der Natur symbolisch durch Laute wiedergeben. Das Japanische verfügt über zahlreiche onomatopoetische Ausdrücke, und es haben sich einzigartige Verwendungsweisen entwickelt, die nicht nur Geräusche, sondern auch emotionale Regungen ausdrücken, wie beispielsweise „doki doki“ (Herzklopfen) und „jiro jiro“ (intensives Starren). Dies ist eine Eigenschaft, die in anderen Sprachen selten anzutreffen ist und die feinfühligen sensorischen Ausdrucksformen der japanischen Bevölkerung widerspiegelt. In diesem Projekt konzentriert sich die Artists auf den Tastsinn und den Geschmackssinn unter den fünf Sinnen, um deutsche Onomatopoeia zu sammeln und „Onomatopoeia WAVES“ nachzubilden, wobei sie deren Merkmale mit denen in Japan vergleicht.
MAAYAN LIEBMAN-SHARON, MARIE-CHANTAL BELAND, NATALIE AFRIAT
Exploring Identity, Place, and Femininity through Dance
27.7. - 6.8.
Diese Arbeit untersucht, wie Weiblichkeit erlebt, ausgedrückt und von verschiedenen „Orten“ – sowohl geografisch als auch kulturell – geprägt wird. Durch die Zusammenarbeit dreier Frauen aus unterschiedlichen, sich jedoch überschneidenden Welten versucht das Stück, das zu enthüllen, was unter der Oberfläche gemeinsam ist: die universellen Aspekte der weiblichen Erfahrung. Anstatt sich auf kulturelle Unterschiede zu konzentrieren, wollen die Künstlerinnen Gemeinsamkeiten ergründen, die Resonanzen zwischen unseren persönlichen Geschichten und körperlichen Erfahrungen. Das Projekt stellt die Frage: Inwiefern fordert, definiert oder unterstützt der Ort die Weiblichkeit? Und wie kann künstlerischer Ausdruck einen Raum bieten, um sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen?
CHIARA SCHARLER

"Stille Wasser Sind"
27.7 - 7.8.
Im Mittelpunkt des Stücks steht die oft übersehene Tiefe introvertierter Menschen in einer Gesellschaft, die dazu neigt, Lautstärke, Selbstbewusstsein und ständige Präsenz zu belohnen. Durch Bewegung möchte die Künstlerin erforschen, wie der Körper diese unausgesprochenen Erfahrungen in sich trägt. Tanz und Körpersprache können als Brücke zwischen dem Inneren und dem Äußeren dienen und offenbaren, was Worte nicht vermögen. Dieses Stück ist eine Hommage an unausgesprochene Widerstandsfähigkeit und emotionale Tiefe und eine Einladung, über das Offensichtliche hinauszuschauen.
MAJA KAROLINA FRANKE
"Stand.Punkte"
10.8 - 16.8.

Ein hybrides Format, das mit dem Kontrast zwischen Bewegung einerseits und Sprache und Text andererseits spielt, um die verschiedenen Aspekte dieses Kontrasts zu erforschen: Sprache. Stimme. Kommunikation. Ausdruck. Beziehung. Hierarchie. Sie beleuchten die Herausforderungen, die unsere geschlechtsspezifische Sozialisation mit sich bringt, insbesondere im Hinblick auf unsere eigenen Kommunikationsmuster. „Stand.Punkte“ ist ein Stück, das sich mit verbaler und nonverbaler Kommunikation auseinandersetzt – mal poetisch, mal witzig, immer körperlich intensiv.
Text & Foto Credits: Fotos & Texte stammen von den Artists - gekürzt & übersetzt von RedSapata


